Spielzeug Kinder Alter Lego

Wie alt sollte mein Kind für welches Spielzeug sein?

Unsere Kleinsten spielten schon immer gerne mit dem Ball, Plüschtieren oder auch mit Bausteinen. Doch die Flut vieler neuer Spielmöglichkeiten für ihre Kinder macht viele Eltern sehr nachdenklich. Welches Spielzeug ist für das Baby am Besten, für das kleine Kind oder die schon etwas größeren? Hier gibt es viele Möglichkeiten.

Viel zu viel Spielzeug liegt viel zu oft in den meisten Kinderzimmern herum – und das meiste davon wird oft gar nicht angerührt, ist vielleicht auch uninteressant. Als Orientierungshilfe werden von den Herstellern oft Empfehlungen für das passende Alter angegeben, aber oft ohne gutes Ergebnis.

Kinder ticken eben anders – vieles ist zu einfach, oft zu langweilig, manchmal aber auch für ein bestimmtes Alter zu kompliziert.

Was braucht Ihr Kind zum Spielen im Alter von:

Ein Hinweis, dass unter dreijährige Kinder mit manchem Spielzeug nicht spielen sollen, ist unbedingt zu beachten, Kleinteile bergen die Gefahr des Verschluckens in sich.
Oft sind Begrenzungen des Alters nicht unbedingt von Nutzen, den so unterschiedlich wie die Kids sind, so sind auch ihre Beschäftigungsideale.

Kleine Stubenhocker tüfteln oder basteln vielleicht gerne, andere lieben die Natur, den Garten, das „auf Bäume klettern“ oder brauchen einfach mehr „Draußen-Spiele“. Um das für ein etwaiges Geschenk herauszufinden, spricht man am besten vorher mit Mutter und/oder Vater.


Spielzeug für 0 – 3 Monate alte Babys

Sie nehmen zunächst einmal nur wahr, was um sie herum geschieht. Sie fühlen sich wohl im Geborgensein, genießen Wärme und Zuwendung der Eltern und spüren ihre Nähe.

Sie langweilen sich schon in diesem ganz zarten Eltern, deswegen mögen sie es gerne, wenn Mutter oder Vater, Schwester oder Bruder in ihrer Nähe sind. Schon ganz früh wird es ihnen in ihrem kuscheligen Bettchen zu langweilig und möchten schon früh an allem, was sie umgibt, Anteil nehmen.

Spielzeug für 3 – 6 Monate alte Babys

Zunächst erkundet das Baby in diesem Alter sich selbst – und zunächst Händchen und Füßchen. Sanft streicheln, leicht kitzeln und kleine gymnastische Bewegungen lieben Babys sehr.

Die Sinne werden bereits früh geschult und dieses kleine Wesen interessiert sich schon schnell für seine nächstes Umfeld.
Ein Mobile aus bunten Farben wird der kleine Erdenbürger kaum noch aus den Augen lassen, farbige Spielketten, Formen zum Greifen – und um sie natürlich in den Mund zu stecken – begeistern schon die Kleinsten.

Schöne, sanfte und melodische Geräusche können von einer Spieluhr kommen – das Baby wird sie nicht nur zum Einschlafen lieben. Und ein Beißring wird von jeder/jedem der Kleinen als erstes Spielzeug in Beschlag genommen. Er wird nicht zu groß sein, gut greifbar und dem zarten Händchen angenehm sein. Und alles, was Babys auch beim Spiel zum Munde führen, darf niemals giftige Stoffe und kleine, verschluckbare Teile enthalten.

Auch hier immer wieder auf die Altersangaben achten. Und dann wird der erste „Spielpartner“ gebraucht: Alles, was von dem Baby auf den Boden geworfen wird, muss auch wieder zu ihm zurück gebracht werden. Ausdauer ist gefragt – aber für Babys ist dieses Wiederholen innerhalb dieser bewegungsreichen Aktivität prägend für die Gehirnaktivität.

  • Bunte Rasselkette
  • Greif- oder Beissring
  • Mobil
  • Kleiner Stoffball
  • Und nicht zu vergessen: Schwimmtierchen für die Badewanne.

Spielzeug für 6 – 12 Monate alte Kleinkinder

Jetzt wird gekrabbelt und man lernt gerade, wie man gut sitzt! Baby kann schon ziemlich gut koordinieren, ist beweglich und das Toben mit Mama und Papa. Hände, Füße und Augen sind ständig in Bewegung. Geräusche sind wichtig und werden nachgemacht. Ein Tier, was quietscht ist für Baby ein Vergnügen. Und besondere Aufmerksamkeit ist geboten: Alles was glänzend und beweglich ist wird untersucht und – ja, in den Mund gesteckt. Aufmerksamkeit ist geboten! Ungefähr mit 10 Monaten wird gesammelt, sortiert, gestapelt und die Umwelt erkundet.

  • Und hiermit kann Baby jetzt schon gut spielen:
  • Immer noch prima: der Beissring
  • Bauklötze
  • Ringpyramide
  • Fingerpuppe
  • Mobile
  • Steckbecher
  • Rassel
  • Stehaufmännchen
  • Stoffball und Stoffpüppchen
  • Badewannenspielzeug
  • Fingerpuppe
  • Tiere oder Wagen zum Schieben und Hinterherkrabbeln
  • Klangspiel
  • Und – wichtig – abwaschbares Bilderbuch.

Spielzeug für 1 – 2 Jahre alte Kleinkinder

Ein anstrengendes, aber schönes Alter: Ausräumen, einräumen – in Schubladen und Schränken – ja das machen die Kleinen nun mit Begeisterung. Ob Kochlöffel oder Suppentopf, oder beides, um damit „Musik“ zu machen.

Sie entdecken, wie vieles funktioniert und probieren Haushaltsgegenstände aus. Aber erkennen auch, dass Autos Räder haben und tatsächlich fahren können – wenn sie diese auseinandergenommen haben, natürlich nicht mehr – aber das ist auch normal.

Sie werden aktiv, die Babys von gestern. Türme (am liebsten Holzklötzen!) werden aufgebaut und wieder zerstört – welch ein Spaß – ja, sie wollen selbst aktiv werden! Freie Spielfläche ist auch sinnvoll, denn toben und Radau machen ist auch angesagt. Denn man will sich bewegen, am besten an der frischen Luft und am liebsten mit Gleichaltrigen, denn zusammen ist alles viel schöner.

  • Und dieses Spielzeug passt zum Alter:
  • Ein kleines Puzzle (höchstens 5 Teile)
  • Ein bunter Ball, möglichst groß
  • Steckbecher und Bauklötze
  • Kugelbahn
  • Zum Schieben und Draufsitzen: ein Wägelchen
  • Spielzeug zum Hintersichherziehen
  • Ein Auto zum Rutschen
  • Stofftiere werden immer geliebt
  • Spieltelefon und Spieldose
  • Eine Trommel (statt Mamas Kochtopf)
  • Gebrauchsgegenstände wie Kochlöffel, ungefährlich, wie auch bruchsicheres Kindergeschirr
  • Ja, auch einen Hampelmann
  • Einfache – möglichst reißfeste – Bilderbücher

Spielzeug für 2 – 3 Jahre: Jetzt wird sich viel bewegt

Mutter-und-Kindspiele und andere Rollenspiele werden schon interessant. „Erwachsensein“ wird gerne gespielt. Die Kleinen haben ihre eigenen Vorstellungen und Regeln und Gegenstände aus der Welt der Erwachsenen sind sehr interessant, wenn ungefährlich.

Ob Max mit einem ausrangierten Telefon spricht oder Lisa mit Mutters Taschenspielgel und einer alten Handtasche flaniert – allerlei solcher Requisiten gibt es im ganzen Haus. Und nichts muss perfekt sein.
Die Kleinen entwickeln eine ungeheure Vorstellungskraft.

Die Fantasie ersetzt bereits mit 2 Jahren einen Gegenstand durch etwas fantasievolles anderes. Es entwickelt sich das Symbolspiel. Ein Bauklotz wird als Auto gesteuert, ein Stöckchen ist plötzlich ein Pferd. Unersetzlich sind dabei Bilderbücher, wenn auch einfach, aber immer realitätsnah. Dinge werden benannt, die Welt kommt zu den Kleinen nach Hause. Dann entdecken sie, wie gut sie mit ihren kleinen Fingern umgehen können: Knetmasse, bunte Stifte und kindgerechte „Baumaterialien“ machen ungeheuren Spass!

Und zwischendurch wird getobt, mit Kissen oder anderen greifbaren, weichen Materialien geworfen, es wird gehüpft wie ein Frosch, geschlichen wie ein Löwe oder den Galopp eines Pferdes nachgeahmt. Der Drang, sich zu bewegen ist enorm.

  • Zum Spielalter passend sind:
  • Immer wieder Bilderbücher
  • Dreirad
  • Puzzle, einfach
  • Fingerfarben, Buntstifte und Kinderknete
  • Legespiele und einfaches Puzzle
  • Das Draufsitz-Auto
  • Der leichte Holzroller
  • Puppe(n) mit Puppenwagen
  • Kaufladen, Spielküche
  • Verkleidungsutensilien
  • Stofftiere
  • Schaukel
  • (Winter-)Schlitten
  • Erstes Musikinstrument = Xylofon

Spielzeug für 3 – 4 Jahre: nun sollte Spielzeug schon etwas robuster sein

„Ich bin schon groß, ich kann das alleine!“ Ob es ums Waschen oder auch An- und Ausziehen geht , oder sie ihre Hilfe in Haus und Garten anbieten: sie fühlen sich stark.

Und sie vermischen Realität und Spiel, lernen aber so durch ihre bescheidene Hilfe viel und entwickeln einen gewissen Stolz und Selbstbewusstsein.
Vieles ist jetzt für sie schon möglich und die Entscheidung für eine dieser Beschäftigungen ist schwer.

Schnell wird von einem Spiel zum anderen gewechselt – aber manchmal meinen sie, auch alles gleichzeitig zu können. Schwierig, schwierig … und das Spielzeug leidet, deshalb sollte es qualitativ gut und stabil sein.
Fantasie und Realität ist bei Kleinkindern noch nicht eng eingegrenzt. Deshalb lieben sie in Rollenspielen eigene Szenen und Geschichten zu erfinden, geben Puppen und Lieblingstieren ihre eigenen Laute und verlieren sich ganz in Fantasien.

Eltern können bei ihren Beobachtungen viel über ihre Kinder lernen und was sie mit ihrem Spiel ausdrücken wollen.

Verkleiden ist immer ein Ereignis! Deshalb ist ein noch so alter Hut, eine noch so ausgefranste Hose von Opa oder ein längst altmodisches Kleid der Tante für die Kinder ein Spielfundus, der unerschöpflich ist und die Fantasie anregt.
Strenge Vorgaben, ausdauernde Konzentration und Geschicklichkeit ist in diesem Alter noch schwierig.

Auch Spiele in der Gruppe erfordern zu viel Disziplin. Beim Spielen möchten Kinder noch spontan sein und nicht unbedingt warten bis man „dran“ ist! Gutes, pädagogisches Spielzeug kann dabei helfen!

  • Hiermit können 3 – 4Jährige spielen:
  • Angelspiel
  • Koffer fürs Arztspiel
  • Bagger, Kran
  • Bälle
  • Bastelmaterial
  • Dreirad
  • Aufstellfiguren (z.B. Bauernhof, Bahnhof oder Spielplatz )
  • Schubkarre
  • Domino
  • Würfelspiele, einfach
  • Funktionsfahrzeuge, Feuerwehr- und Polizeiauto
  • große Perlen zum Auffädeln
  • Knetmasse
  • Tafel und Kreide
  • Legespiele
  • Tretauto
  • Bilderbücher mit einfachen Geschichten
  • Memory
  • Plüschtiere
  • Handspielpuppen
  • Puppe mit Zubehör und Kleidung
  • Puzzles
  • Schaukel, Rutsche, Klettergerüst
  • Wasserspielzeug
  • Seifenblasen
  • Roller
  • Trommel

Spielzeug 4-5 Jahre: Spielzeug für Kinder im Kindergarten

Der Spielplatz ist für Kinder dieses Alters ein Lieblings-Aufenthaltsort. Denn dort sind sie, die Spielkameraden! Mit Freunden, die man dort kennenlernt, kann man doch viel besser Rutschen, Wippen, Schaukeln oder im Sand Burgen bauen als allein. Fantasie zahlt sich aus, und sie lassen sie dort spielen. Immer wieder steht Verkleiden im Vordergrund, dann will man eine Höhle bauen, um dort zu wohnen – Kartons, Pappe und alte Decken oder Stoffreste helfen dabei.

Und es gibt immer wieder für die Kids eine neue Sicht, das Spiel, die Dinge und auch die Freunde zu betrachten und sich in sie hineinzuversetzen. Auch wird – sehr gut bei pädagogischen Spielzeuge – im Spiel in verschiedenen Rollen die Sprache verbessert.

Und versunken sein im eigenen Spiel ist für Kinder dieses Alters ganz normal, aber auch für sie interessant sind inzwischen Spiele, mit denen sich etwas bauen lässt, wie mit Stecksystemen oder dergleichen. Wer auch immer mit Puppen spielt, für die oder den ist auch das jeweilige Zubehör sehr interessant.
Wenn man z. B. beim „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel die Regeln oder Vorgaben ein wenig verändert, können auch Kinder dieses Alters sich schon an dem Spiel erfreuen.

Denn ein Gewinn hierbei ist schon eine lobenswerte Leistung und macht stolz. Anerkennung ist für ein Kind, welches mutig sein möchte, ungeheuer wichtig.

  • Das Spielzeug ist für die Altersgruppe geeignet:
  • einfache Regelspiele
  • Fahrrad evtl. zuerst mit zusätzlichem 3. Rad
  • Wasserfarben und Bastelmaterial
  • Funktionsfahrzeuge (Feuerwehr, Polizei, Bagger)
  • Puzzles
  • Geschicklichkeitsspiele
  • Kasperle- oder Handspielpuppen
  • Kugelbahn
  • Dosenstelzen
  • Märchen-CDs
  • Memory
  • Puppenstube und Puppenzubehör
  • Steck- und Bauelemente
  • Kasperle- oder Handspielpuppen
  • Kinderroller
  • Knetmasse
  • Zubehör für Rollenspiele (Kaufladen, Post, Arzt)
  • Und immer wieder: viele Bilderbücher

Spielzeug für 5-6 Jahre: Für Vorschüler ist sinnvolles Spielzeug am besten

Kinder möchten in diesem Alter bereit aktiv und kreativ sein. Alles und Neues immer energiegeladen auszuprobieren ist jetzt angesagt. Wie etwas technisch funktioniert ist interessant und selbst etwas zu erschaffen ist wichtig.

Ob alte Zeitschriften, Pappe, Stoffreste, Knöpfe, Kronkorken oder Korken von Weinflaschen – alles muss gesammelt und verarbeitet werden. Aber auch was die Natur bereithält wie Blätter aller Art, Kastanien, Eicheln, Bucheckern und Nüsse laden zum Basteln ein.

Ein Hoch auf die Kreativität! Vergessen werden die kleinen Heranwachsenden aber auch nicht das Spielen und die Kommunikation mit Freunden, aber auch fremden Kindern (zum Kennenlernen!). Hier wird beim Fangen, Versteck- oder Ballspielen geübt, Regeln einzuhalten und auch soziales Verhalten zu verbessern. Empfohlenes, pädagogisches Spielzeug motiviert auch – wenn’s draußen kalt und lausig ist!

  • Dieses Spielzeug mag man jetzt:
  • Gesellschaftsspiele, dem Alter entsprechend
  • Bilder- und Vorlesebücher
  • CDs mit Kindergeschichten
  • Sets zum Basteln
  • Springseil
  • Geschicklichkeitsspiele
  • Kartenspiele, z.B. Quartett und Mau-Mau
  • Buntstifte
  • Konstruktionsmaterial und Baukästen
  • Rollschuhe
  • Schlittschuhe
  • Kettcar
  • einfacher Webrahmen
  • Wasserfarben
  • Musikinstrumente (mit Anleitung/Unterricht)
  • Drachen
  • Wurfspiele

Spielzeug für 6-8 Jahre: Spielzeug für Grundschüler

Der Schulbeginn ist da – und vieles ändert sich! Mit den Freunden hat man im Moment den besten Kontakt – und auch deren Spielsachen sind oft interessanter als die eigenen. Durch die Schule werden nun Wettbewerbe, Kooperation aber auch Konkurrenz wichtiger.
Bei Würfel- Lern- und Strategiespielen der einfacheren Art wird Konzentration, Ausdauer und die Bereitschaft zur Kooperation gefördert.

Ein Schulkind muss auch mal verlieren können und nicht neidisch auf den Gewinner sein. Pädagogisches Spielzeuge wird nun immer wichtiger. Sich eine persönliche Welt aufbauen zu wollen ist ein Zeichen zunehmender Autonomie – und der Wunsch nach einem eigenen kleinen Bereich.


Man möchte endlich ernst genommen werden, denn man ist ja jetzt schließlich ein Schulkind. „Ich möchte das alleine machen“ ist jetzt oft die Devise. Aber dafür erwartet dieses größer werdende Schulkind auch (berechtigte) Anerkennung. Persönliche Vorlieben und Interessen treten immer mehr hervor. Ob das Kind eher sportlich, handwerklich oder künstlerisch begabt ist, lässt sich bei genauer Beobachtung der Eltern schnell herausfinden. Vor allen Dingen ist nach den etwas „unbeweglichen“ Schulstunden ein sportlicher oder ähnlicher Bewegungsausgleich für das Kind wichtig.

  • Perfekte Spielsachen für Schulkinder:
  • Springseil
  • Brettspiele
  • Gummitwist
  • Konstruktionsspiele
  • Musikinstrumente
  • Stelzen
  • Kinderteleskop
  • Malutensilien
  • eventuell erste altersgerechte Computer- und Lernspiele
  • Und nicht zuletzt, immer wichtig: Bücher!

9-11 Jahre: Geeignetes, gutes Spielzeug für die inzwischen „Großen“

Die Entwicklung in diesen Kinderjahren geht wahnsinnig schnell. Körper und Geist machen jeweils einen Riesensprung. Dennoch brauchen sie leichte, vergnügliche und unbeschwerte Spiele. Nicht weil sie sich inzwischen mit anspruchsvolleren Dingen beschäftigen – nein, gerade deswegen. Ausgleich ist wichtig – und pädagogisches Spielzeug macht nicht dümmer!

Auch die Konzentration für längere Zeit auf eine einzige Sache ist inzwischen möglich und es macht den Kids auch Spaß, anspruchsvollere, anstrengendere und aufwendigere Arbeiten anzugehen. Hier kann man nun schon verwertbare Erkenntnisse über Interessen und Vorlieben ziehen. Es kristallisiert sich heraus, wer dem „Hand“werk zugetan ist, wer sich lieber mit Büchern zurückzieht oder wer sich eher mit körperlicher Betätigung am liebsten beschäftigt.


Kaum jemand in diesem Alter wird den Computer, Tablet oder Handy verschmähen! Das ist auch kaum möglich und nicht unbedingt nötig, denn wir leben nun einmal alle in dieser digitalisierten Welt. Aber gewisse Regeln und, wenn nötig, auch Kontrolle sollten auch für die Kids unbedingt gelten. Freunde sind in diesem Alter oft wichtiger als Mutter und Vater, Bruder, Schwester oder gar Großeltern. Schön und wichtig wären aber dann eventuell gemeinsame Hobbys oder eine Sportart, die alle Familienmitglieder interessiert und begeistert. Wenn man etwas gemeinsam unternimmt und gemeinsam Spaß hat, verbinden schöne Stunden ungemein. Und manchmal sind auch gewisse Rituale in der Familie möglich und wichtig.

  • Da können die Größeren prima mit spielen:
  • altersgerechte Computerspiele
  • Experimentierkästen
  • Kunsthandwerk zum Selbermachen
  • Spiel- und Sportgeräte für draußen (Federball, Skateboard, Drachen, Frisbee))
  • Brett-/Strategiespiele
  • Teleskop/Mikroskop evtl. auch Fotografie
  • Modellbau
  • Werkzeug/Werkbank
  • PC-Lernspiele

Spielzeug für Mädchen und Jungen – welchen Sinn ergibt das?


Die heutigen Frauen der Großmütter-Generation können sich rühmen, viel für die Emanzipation der heutigen, gleichberechtigten Frauengeneration gekämpft zu haben. Doch hat sich beim Spielen und beim Spielzeug ihrer Enkeltöchter- und Söhnen etwas geändert? Viele verneinen das! „Ich will die Eisprinzessin sein“ wünscht die Kleine … „Ich möchte, wenn ich groß bin, Rennfahrer werden“, sagt ihr Bruder. Ist die Kritik berechtigt, dass die Hersteller von Spielzeug nur an das Angebot für Mädels und Jungen in traditionellem Muster – also in den Geschlechterrollen – denken?
Nicht das Eine ist wahr – und das Andere ist falsch!

Wissenschaftlich meint man zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass genetische Veranlagung und unsere Umwelt, unsere Umgebung, das Verhalten von Mädchen und Jungen stark beeinflussen. Tatsächlich ist es so, dass Jungen wirklich lieber wild Herumtollen und eher auf technisches Spielzeug stehen als Mädchen. Sie befassen sich eher mit Dingen, die sie im Groben motorisch bedient werden können. Sie treten eher ruppiger und derber auf als Mädchen und sehen sich als „stark“ und „unbesiegbar“. Bei den Mädchen stehen eher Freundschaften im Vordergrund und ihre Vorlieben sind Stofftiere, Puppen, Bilderbücher und sie beschäftigen sich gerne mit Bastelarbeiten Malen.


Ob es heute noch oft so ist, dass man Mädchen und Jungen beim ersten Babystrampler farblich unterscheidet und durch rosa und blau das Geschlecht anzeigt, wagt man zu bezweifeln. Aber auch hier ist zumindest die Einflussnahme oft unbewusst erfolgt. Doch soziale und kulturelle Einflüsse bestimmen den Menschen oft von Geburt an. Das geschlechtsspezifische Spielzeug unterstützt es, die Rollen zu untermauern. Ob es früher Soldatenfiguren, Säbel und Gewehre für Jungen waren, sind es heute die Raumstationen und die Westernforts. Mädchen dürfen dagegen ein schmuckes Mini-Einfamilienhaus familiengerecht einrichten und mit Barbie spielen.

Dazu muss man sagen, dass auch dieses weibliche Wesen bereits 56 Jahre hinter sich hat und sich trotzdem so „unweibliche“ Rollen wie Pilotin oder Rennfahrerin zu eigen machte.
Wenn nun Lego in seinem Spielzeug-Forschungslabor nur ausschließlich Wissenschaftlerinnen tätig sein lässt, stellt sich doch die Frage, ob wirklich alle Mädchen damit spielen möchten – obwohl es ein Verkaufserfolg war. Es wäre sicher sinnvoll, wenn man Jungen und Mädchen Angebote für pädagogisches Spielzeug machen könnte – ob geschlechtsspezifisch oder nicht – sie werden schon selbst aussuchen, was sie möchten. Zwang ist grundsätzlich schlecht. Lasst dem Jungen eine Puppe, wenn er möchte. Und gebt dem Mädel ein Kettcar, wenn es dann später Rennfahrerin werden möchte! Jede Entscheidung der Kinder ist wichtig und respektvoll!