Indoor ist es oftmals schwierig, den Kindern eine Spielwelt zur Verfügung zu stellen, die ihre Fantasie anregt und Platz zum Spielen „in den eigenen vier Wänden“ bietet. Der Wunsch nach einem eigenen kleinen Spielhaus aus Pappe ist in vielen Kindern präsent. Die Umsetzung ist für Familien ohne Garten oder auch in der kalten Jahreszeit aber oftmals eine Herausforderung.

Das Haus im Haus

Das Haus sollte möglichst stabil sein und doch ab und zu zur Reinigung des Zimmers oder aus Platzgründen verschoben werden können. Ein Spielhaus aus Pappe bietet sich hier an. Papphäuser gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Auch die Höhe des Giebels variiert. In XXL- Varianten hat nicht nur ein Kind Platz. Hier passen bis zu drei Kinder hinein und können gemeinsam Vater – Mutter- Kind spielen.

Von der Post zur Ritterburg aus Pappe

Es gibt sie mittlerweile in den verschiedensten Designs und Größen.
Spielhäuser aus Karton haben meist Aufdrucke, die die Kinder mit Wasser- oder Fingerfarben, mit Ölkreiden oder auch Filzstiften ausmalen können. Ein idyllisches Einfamilien-Papphaus, die Post mit Postkasten und großer Uhr oder ein kleiner Bauernhof laden zum Spielen ein. Wer will und genügend Platz hat, kann auch ein ganzes Dorf bauen.

Do it yourself : Lebkuchenhaus, Wichtelhaus und Feenpalast

Es gibt aber auch Papphäuser, die völlig ohne Vordrucke auskommen. Lediglich Fenster und Türen sind ausgestanzt. Diese Modelle bieten noch mehr Freiheit in der Gestaltung.

Das Kind kann sie beispielsweise zu einem Lebkuchenhaus umgestalten. Wenn die Eltern es erlauben, kann sogar ein richtiges kleines Knusperhaus daraus werden. Mit Zuckerguss können die verzierten Lebkuchen aufgeklebt , oder mit Bändchen vom Dach gehängt werden.

Mit getrocknetem Moos, Rindenstückchen, Kastanien, Zapfen und getrockneten Blumen kann auch ein kleines Wichtelkind sein Häuschen gestalten. Hierbei ist aber Vorsicht vor ungebetenen Gästen – wie Zecken und dergleichen – geboten, die möglicherweise aus dem Wald mitgenommen werden. Bei getrockneten Naturprodukten aus dem Bastelladen ist dieses Risiko allerdings gering.

Mit durchsichtigen Tüchern in Pastellfarben, die vorsichtig um das Häuschen drapiert werden, entsteht im Nu ein recht feiner Feenpalast.
Der Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt!

„Können wir das schaffen?“- “ Ja, wir schaffen das!“

Das Zitat aus der beliebten Baumeister- Kinderserie trifft hier vollständig zu: Zusammenbau ist einfach und dank vorausgestanzter Teile ohne Schere zu bewältigen.

Wichtig ist, vor dem Kauf oder spätestens vor dem Zusammenbau zu kontrollieren, wie breit das zusammengebaute Haus sein wird. Einige Modelle passen nicht mehr durch genormte Türen, wenn sie erst einmal zusammengebaut sind. Deshalb sollte vor dem Aufbau der Aufstellungsort gut überlegt werden. Die Papphäuschen sind aber relativ leicht zerlegt und auch wieder aufgebaut.

Bedenken sollte man aber, dass ein oftmaliger Auf- und Abbau nicht ratsam ist. Die Befestigungslaschen sind natürlich auch aus Karton und werden durch oftmaliges Lösen nicht stabiler. Das ist zwar eine natürliche Eigenschaft des Materials, aber trotzdem wenig erfreulich. Das gängige Material ist Wellpappe, die doch einigermaßen stabiler ist als normaler Karton. Trotzdem kann die Pappe reißen oder ausleiern.

Man muss darauf achten, dass besonders an Fenstern und Türen keine scharfen Kanten zu spüren sind. An scharfen Papierkanten – und auch an Pappe – kann man sich relativ leicht schneiden. Sollten scharfe Kanten auftreten, kann das Überkleben mit einem dicken bunten Klebeband oder mit einem dicken Stoff Abhilfe schaffen. Gleichzeitig kann das sehr nett aussehen.

Manche Firmen benützen kleinere und größere Spielhäuser aus Karton oder Pappe gerne als Werbefläche mit ihrem Logo. Inwieweit dieses die Kinder stört oder zu sehr in eine Richtung prägt, mögen die Eltern von Fall zu Fall selbst entscheiden, falls sie welche als Werbegeschenk erhalten. Notfalls können jegliche Aufdrucke aber auch überklebt oder übermalt werden.